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EISEN UND STAHLFlachgewalzte Erzeugnisse aus anderem legiertem Stahl, mit einer Breite von 600 mm oder mehr

Flachgewalzte Erzeugnisse aus anderem legiertem Stahl, mit einer Breite von 600 mm oder mehr, andere, otherwise plattiert oder ueberzogen mit Zink

Feuerverzinkte Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl - Einreihung nach Anmerkung 1 f

Der CN-Code 7225 92 erfasst Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl, ausgenommen nichtrostender Stahl, mit einer Breite von mindestens 600 mm, die durch ein anderes Verfahren als elektrolytische Abscheidung mit Zink beschichtet wurden, in der Praxis überwiegend durch Feuerverzinken (Schmelztauchverzinken). Gemäß Anmerkung 1 Buchstabe f zu Kapitel 72 ist legierter Stahl eine Eisenlegierung, die mindestens ein Legierungselement in einer Konzentration oberhalb bestimmter Schwellenwerte enthält, z. B. 2 % Mangan, 2 % Silicium oder 1 % Chrom bei einem Nickelgehalt unter 0,5 %. Elektrolytisch verzinkte Erzeugnisse werden in Position 7225 91 eingereiht, weshalb das Verzinkungsverfahren ein entscheidendes Einreihungskriterium darstellt. Mit anderen Metallen oder organischen Beschichtungen versehene Erzeugnisse können andere Zolltarifpositionen erfordern. In der Praxis werden feuerverzinkte Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl im Bauwesen, in der Fahrzeugproduktion und in der Energiewirtschaft eingesetzt; die Einreihung muss durch ein Abnahmeprüfzeugnis mit Güteangabe und Beschreibung des Verzinkungsverfahrens belegt werden.

CBAM und feuerverzinkter legierter Stahl ab 2026

Verzinkte Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl fallen wegen der Kohlenstoffintensität sowohl der Stahlerzeugung als auch des Feuerverzinkens in den CBAM-Anwendungsbereich. Ab dem 1. Januar 2026 müssen Einführer eingebettete CO2-Emissionen sowohl aus der Stahlerzeugungsphase als auch aus dem Feuerverzinkungsprozess berücksichtigen. Emissionen des Feuerverzinkens umfassen die Brennstoffverbrennung zur Beheizung des Zinkbades sowie chemische Prozesse der Vorbehandlung wie Entfetten und Beizen. Setzt der Hersteller erneuerbare Energiequellen ein, können die indirekten Emissionen geringer sein; Einführer sollten diese Daten einholen, um die CBAM-Zertifikatskosten zu optimieren. Die Kommission hat detaillierte Leitlinien zu Systemgrenzen für beschichtete Flacherzeugnisse veröffentlicht, die Einführer bei der Überprüfung von Lieferantenangaben anwenden sollten.

Schutzmaßnahmen, Antidumping und Sanktionen für feuerverzinkten legierten Stahl

Feuerverzinkte Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl des CN-Codes 7225 92 unterliegen den EU-Schutzmaßnahmen für Stahlerzeugnisse. Das vierteljährliche TRQ-System sieht innerhalb des Kontingents keinen Zusatzzoll vor; nach Ausschöpfung wird ein Schutzzoll von 25 % erhoben. Für Erzeugnisse aus China können Antidumping- oder Ausgleichszölle parallel gelten und sich mit dem Schutzzoll kumulieren. Einfuhren aus China, Südkorea, Taiwan und anderen großen Lieferländern sind vor der Einfuhr in TARIC auf aktuell geltende Maßnahmen zu prüfen. Außerhalb der EU durchgeführtes Feuerverzinken, insbesondere in als Verarbeitungsdrehscheiben genutzten Ländern, kann unter Umständen nicht ausreichen, um die Ursprungsregeln zu erfüllen, wenn der zugrunde liegende Stahl in einem anderen Land erzeugt wurde; Einführer müssen das tatsächliche Stahlherstellungsland ermitteln. Das EU-Embargo für Stahlerzeugnisse aus Russland und Belarus erstreckt sich auf diese Produktkategorie.

EU-Zollsätze und Schutzmaßnahmen für KN 7225 92

Der KN-Code 7225 92 reiht Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl, feuerverz... in Kapitel 72 der Kombinierten Nomenklatur ein. Stahleinfuhren in die EU unterliegen nicht nur den Standardzollsätzen des TARIC, sondern auch Schutzmaßnahmen in Form von Zollkontingenten. Nach Ausschöpfung des Kontingents wird ein Zusatzzoll von 25% erhoben. Der Importeur muss das Ursprungsland korrekt angeben, da im Rahmen von EU-Freihandelsabkommen Präferenzzollsätze gelten können. Antidumpingzölle können für bestimmte Ursprungsländer in Kraft sein. Die EUSt von 19% wird auf den Zollwert zuzüglich aller Abgaben.

Häufig gestellte Fragen

Was unterscheidet Feuerverzinkung von elektrolytischer Verzinkung für die Zolleinreihung?
Beim Feuerverzinken wird das Stahlerzeugnis in flüssiges Zink getaucht, was eine dickere und metallurgisch gebundene Beschichtung ergibt. Bei der elektrolytischen Verzinkung wird durch elektrischen Strom eine dünne, gleichmäßige Zinkschicht abgeschieden. Für die Zolleinreihung ist das Beschichtungsverfahren entscheidend: feuerverzinkte Erzeugnisse werden unter Position 7225 92 eingereiht, elektrolytisch verzinkte Erzeugnisse unter 7225 91. Das Verfahren muss vom Hersteller im Abnahmeprüfzeugnis oder in der technischen Produktbeschreibung bestätigt werden.
Wie werden Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl klassifiziert, die verzinkt und anschließend organisch beschichtet wurden?
Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl, die zunächst verzinkt und anschließend mit einer organischen Deckschicht, z. B. Lack oder Polymerfolie, versehen wurden, sind höher veredelte Erzeugnisse. Je nach Art und Dicke der organischen Beschichtung kann das Erzeugnis außerhalb der Standardpositionen für verzinkten Stahl einzureihen sein, möglicherweise unter Position 7210 oder sogar außerhalb von Kapitel 72 als zusammengesetztes Erzeugnis. Maßgeblich ist, ob die organische Beschichtung dauerhaft mit dem Träger verbunden ist und einen integralen Bestandteil des Fertigerzeugnisses darstellt. Für wirtschaftlich bedeutende Produktlinien kann eine verbindliche Zolltarifauskunft sinnvoll sein.
Gilt CBAM für feuerverzinkten legierten Stahl aus am wenigsten entwickelten Ländern?
Das CBAM gilt für Einfuhren aus allen Drittländern, die kein dem EU-ETS als gleichwertig anerkanntes Emissionshandelssystem betreiben, einschließlich der am wenigsten entwickelten Länder (LDC). Eine allgemeine CBAM-Befreiung für LDC ist in der Verordnung (EU) 2023/956 nicht vorgesehen. Die Kommission beobachtet die Auswirkungen des CBAM auf Entwicklungsländer und hat sich zu Kapazitätsaufbaumaßnahmen verpflichtet. Einführer sollten Aktualisierungen der CBAM-Verordnung und etwaiger delegierter Rechtsakte verfolgen, die Modifikationen für bestimmte Ländergruppen einführen könnten.
Wie beantragt man eine vZTA für Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl, feuerverz... (KN 7225 92)?
Eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) für KN-Code 7225 92 wird beim zuständigen Hauptzollamt beantragt. Der Antrag muss eine detaillierte Warenbeschreibung, Muster, Fotos und technische Unterlagen enthalten. Die vZTA ist drei Jahre lang in.