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EISEN UND STAHLFlachgewalzte Erzeugnisse aus anderem legiertem Stahl, mit einer Breite von 600 mm oder mehr

Flachgewalzte Erzeugnisse aus anderem legiertem Stahl, mit einer Breite von 600 mm oder mehr, andere, nur warmgewalzt, nicht in Rollen

Werkzeugstahl versus andere legierte Stähle - Einreihung nach Anmerkung 1 f

Der CN-Code 7225 40 erfasst Flacherzeugnisse aus legiertem Stahl, ausgenommen nichtrostender Stahl, mit einer Breite von mindestens 600 mm, warmgewalzt und nicht in Ringen geliefert. Kapitel 72 unterscheidet in Anmerkung 1 Buchstabe f mehrere Kategorien legierten Stahls: nichtrostenden Stahl, Silicium-Elektroblech sowie schnellarbeitenden Stahl und anderen legierten Stahl. Werkzeugstahl zeichnet sich durch eine für Schneid-, Form- oder Warmarbeitsanwendungen konzipierte chemische Zusammensetzung aus: er enthält in der Regel erhöhte Kohlenstoffgehalte von typischerweise über 0,6 % sowie Zusätze von Wolfram, Molybdän, Chrom oder Vanadium für Härte und Verschleißfestigkeit. Eine vollständige chemische Analyse ist für die korrekte Einreihung erforderlich, da handelsübliche Gütebezeichnungen allein für Zollzwecke nicht ausreichen. Flacherzeugnisse aus Werkzeugstahl, nicht in Ringen, sind in der Regel dicke, maßgerecht geschnittene Platten für Werkzeug-, Formen- und Matrizenbau.

CBAM für Flacherzeugnisse aus Werkzeugstahl ab 2026

Flacherzeugnisse aus Werkzeugstahl des CN-Codes 7225 40 unterliegen dem CBAM als Stahlerzeugnisse mit hohen eingebetteten CO2-Emissionen. Ab dem 1. Januar 2026 müssen Einführer für jede Tonne CO2-Äquivalent, das in das eingeführte Erzeugnis eingebettet ist, CBAM-Zertifikate erwerben. Werkzeugstahl, häufig in Elektrolichtbogenöfen mit hohem Legierungselementeinsatz erzeugt, weist höhere eingebettete Emissionen auf als gewöhnlicher Kohlenstoffstahl, was die CBAM-Zertifikatskosten entsprechend erhöht. Einführer sollten detaillierte Emissionsdaten von den Herstellern im Format der Durchführungsverordnung der Kommission anfordern. Liegen keine Herstellerdaten vor, gelten die Standardwerte der Kommission, die in der Regel über den tatsächlichen Durchschnittsemissionen liegen und überhöhte Kosten verursachen können. Der Aufbau von Lieferantenbeziehungen mit Emissionsberichtsfähigkeit wird zu einem wichtigen Element des Lieferkettenmanagements.

Schutzzölle TRQ, Antidumpingmaßnahmen und Einfuhrbeschränkungen für Werkzeugstahl

Warmgewalzte Flacherzeugnisse aus Werkzeugstahl unterliegen den EU-Schutzmaßnahmen für Stahlerzeugnisse. Das vierteljährliche TRQ-System sieht innerhalb des Kontingents keinen Zusatzzoll vor; nach Ausschöpfung wird ein Schutzzoll von 25 % erhoben. Für Werkzeugstahlerzeugnisse aus China können zusätzlich Antidumping- oder Ausgleichszölle gelten, die sich mit dem Schutzzoll kumulieren. Dokumentation zu chemischer Zusammensetzung und Herstellungsverfahren wird von Zollbehörden häufig geprüft, da Werkzeugstahl mit anderen legierten Stählen verwechselt werden kann. Das EU-Embargo für Stahlerzeugnisse aus Russland und Belarus erstreckt sich auf Werkzeugstahl; die Grenzkontrollen wurden verschärft. Einführer sollten auf Präzision in der SAD-Anmeldung achten, insbesondere hinsichtlich CN-Code, Ursprungsland und Zollwert.

EU-Zollsätze und Schutzmaßnahmen für KN 7225 40

Der KN-Code 7225 40 reiht Flacherzeugnisse aus Werkzeugstahl, warmgewalzt in Kapitel 72 der Kombinierten Nomenklatur ein. Stahleinfuhren in die EU unterliegen nicht nur den Standardzollsätzen des TARIC, sondern auch Schutzmaßnahmen in Form von Zollkontingenten. Nach Ausschöpfung des Kontingents wird ein Zusatzzoll von 25% erhoben. Der Importeur muss das Ursprungsland korrekt angeben, da im Rahmen von EU-Freihandelsabkommen Präferenzzollsätze gelten können. Antidumpingzölle können für bestimmte Ursprungsländer in Kraft sein. Die EUSt von 19% wird auf den Zollwert zuzüglich aller Abgaben.

Häufig gestellte Fragen

Wie wird Werkzeugstahl für die Zolleinreihung von anderen legierten Stählen abgegrenzt?
Werkzeugstahl ist durch eine spezifische chemische Zusammensetzung definiert, die erhöhte Kohlenstoffgehalte sowie Zusätze wie Wolfram, Molybdän, Chrom oder Vanadium umfasst, die Härte, Verschleißfestigkeit und Warmfestigkeit für Schneid- und Formwerkzeuge verleihen. Andere legierte Stähle enthalten Legierungselemente in geringeren Konzentrationen oder Kombinationen, die nicht der Werkzeugstahldefinition entsprechen. In der CN-Nomenklatur wirkt sich diese Unterscheidung auf die Zuordnung zu spezifischen Unterpositionen innerhalb der Positionen 7225 bis 7228 aus. Eine vollständige chemische Analyse ist für eine eindeutige Einreihung erforderlich.
Wie werden Werkzeugstahlplatten behandelt, die als maßgerecht geschnittene Tafeln eingeführt werden?
Maßgerecht geschnittene Tafeln aus Werkzeugstahl mit einer Breite von mindestens 600 mm werden unter Position 7225 40 eingereiht, wenn sie nicht in Ringen geliefert werden und durch Warmwalzen hergestellt wurden. Kaltgewalzte oder beschichtete Tafeln können eine andere Position erfordern. Zollbehörden können das Herstellungsverfahren und die chemische Zusammensetzung anhand des Abnahmeprüfzeugnisses überprüfen. Einführer sollten der Zollanmeldung ein Materialprüfzeugnis und eine technische Erzeugnisbeschreibung beifügen.
Kann Werkzeugstahl von der TRQ-Pflicht für nicht standardisierte Erzeugnisse ausgenommen werden?
Die Stahlschutzmaßnahmen enthalten spezifische Produktkategoriendefinitionen und in bestimmten Fällen Regelungen für Erzeugnisse, die nicht unter die Standardkategoriedefinition fallen. Einführer von Werkzeugstahl sollten prüfen, ob das konkrete Erzeugnis in den Geltungsbereich der zutreffenden Produktkategorie fällt, da Nischenspezifikationen unter Umständen nicht auf die Kontingentmengen angerechnet werden. Diese Prüfung sollte vor jeder Einfuhr vorgenommen werden, da die Kommission Kategoriedefinitionen durch Durchführungsverordnungen ändern kann.
Wie beantragt man eine vZTA für Flacherzeugnisse aus Werkzeugstahl, warmgewalzt (KN 7225 40)?
Eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) für KN-Code 7225 40 wird beim zuständigen Hauptzollamt beantragt. Der Antrag muss eine detaillierte Warenbeschreibung, Muster, Fotos und technische Unterlagen enthalten. Die vZTA ist drei Jahre lang in.