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KUNSTSTOFFE UND WAREN DARAUSRohre, Schläuche, und Formstücke therefor (for example, joints, elbows, flanges), aus plastics

Rohre, Schläuche, und Formstücke therefor (for example, joints, elbows, flanges), aus plastics, Rohre, Schläuche, rigid, aus polymers aus Vinylchlorid

Warenmerkmale und zolltarifliche Einreihung

Der KN-Code 391723 umfasst starre Rohre aus Poly(vinylchlorid) (PVC). PVC-Rohre werden in Rohre aus weichmacherfreiem PVC (PVC-U) und chloriertem PVC (PVC-C) unterteilt. PVC-U ist das am häufigsten verwendete Material für Kanalisationsrohre, Druckwasserversorgung und Regenwasserentwässerungssysteme. PVC-Rohre werden in Durchmessern von 20 mm bis über 800 mm hergestellt. Die Einreihung unter KN 391723 umfasst starre PVC-Rohre ohne Formstücke. PVC-Rohre mit flexiblen Eigenschaften (PVC-Schläuche) werden unter KN 3917.31-3917.39 eingereiht.

Technische Normen, Zertifizierung und chemische Anforderungen

In die EU eingeführte PVC-Rohre müssen europäische Normen erfüllen: EN 1401 für Kanalisation, EN 1452 für Druckwasserversorgungsnetze. PVC-U-Rohre für Trinkwasser müssen die Richtlinie (EU) 2020/2184 und nationale Materialzulassungen mit Vinylchloridmonomer-(VCM-)Migrationsgrenzwerten unter 1 Mikrogramm pro Liter erfüllen. Bleistabilisatoren, die historisch in PVC verwendet wurden, sind in der EU seit 2015 gemäß REACH (Anhang XVII, Eintrag 63) verboten. Die Einfuhr von PVC-Rohren unterliegt der Überprüfung, dass REACH-konforme Stabilisatoren (Calcium-Zink, Organozinn) verwendet werden.

Internationaler Handel und Zollpraxis

In der Zollanmeldung für PVC-Rohre unter KN 391723 sollten der PVC-Typ (PVC-U, PVC-C), der Durchmesser, die Wandstärke, die Druckklasse, der Stabilisatortyp und der Verwendungszweck angegeben werden. Wichtige Exporteure von PVC-Rohren in die EU sind die Türkei, China, Indien und EFTA-Länder. PVC-Rohre können Antidumpingzöllen unterliegen. Eine Überprüfung der Sätze in TARIC ist unerlässlich. Zollbehörden können die Einhaltung der REACH-Beschränkungen für Bleistabilisatoren überprüfen.

Eigenschaften von Rohre aus PVC und Handelsanwendungen

Produkte unter KN-Code 3917 23 als Bauprodukte unterliegen der Bauproduktenverordnung BauPVO (EU) 305/2011. Die Einfuhr erfordert CE-Kennzeichnung, Leistungserklärung (DoP) und Konformität mit harmonisierten EN-Normen. Bei der Zollabfertigung sind Zertifizierungsdokumente, Montageanleitungen und technische Datenblätter vorzulegen.

Häufig gestellte Fragen

Werden PVC-U-Kanalisationsrohre unter KN 391723 eingereiht?
Ja. Weichmacherfreie PVC-Rohre (PVC-U) für die Kanalisation sind starre PVC-Rohre und werden unter KN 391723 eingereiht. Die Rohre müssen die EN 1401 für Kanalisationssysteme erfüllen. Die Einreihung hängt nicht von der Produktionsnorm ab, sondern vom Material und der Warenform.
Können PVC-Rohre mit Bleistabilisatoren in die EU eingeführt werden?
Nein. Bleistabilisatoren in PVC sind in der EU seit 2015 gemäß Anhang XVII der REACH-Verordnung (Eintrag 63) verboten. Die Einfuhr von PVC-Rohren mit Bleistabilisatoren stellt einen REACH-Verstoß dar und ist untersagt. Calcium-Zink- oder Organozinnstabilisatoren sind zulässig.
Welche VCM-Migrationsgrenzwerte gelten für PVC-Trinkwasserrohre?
Der Vinylchloridmonomer-(VCM-)Migrationsgrenzwert für Trinkwasserkontaktmaterialien liegt unter 1 Mikrogramm pro Liter Wasser. PVC-Rohre für Trinkwasser müssen die Richtlinie (EU) 2020/2184 und die einschlägigen nationalen Materialzulassungsnormen erfüllen.
Benötigen Produkte KN 3917 23 eine CE-Kennzeichnung?
Ja, Produkte KN 3917 23 als Bauprodukte erfordern CE-Kennzeichnung nach BauPVO (EU) 305/2011. Leistungserklärung (DoP) und Konformität mit der harmonisierten EN-Norm sind vorgeschrieben.