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KUNSTSTOFFE UND WAREN DARAUSRohre, Schläuche, und Formstücke therefor (for example, joints, elbows, flanges), aus plastics

Rohre, Schläuche, und Formstücke therefor (for example, joints, elbows, flanges), aus plastics, Rohre, Schläuche, rigid, aus polymers aus ethylene

Warenmerkmale und zolltarifliche Einreihung

Der KN-Code 391721 umfasst starre Rohre aus Polyethylen (PE). PE-Rohre werden in Wasserversorgungsnetzen (PE100, PE80), Kanalisation, Gasverteilung, Bewässerung und Kabelschutz eingesetzt. PE ist aufgrund seiner Korrosionsbeständigkeit, Flexibilität und Langlebigkeit das bevorzugte Material für Wasserversorgungsnetze. PE-Rohre werden in Durchmessern von wenigen Millimetern bis über 2000 mm hergestellt. Die Einreihung unter KN 391721 umfasst starre Rohre ohne Formstücke. Rohre mit Formstücken können abweichend eingereiht werden. Flexible Schläuche aus PE werden je nach Parametern unter KN 3917.31-3917.39 eingereiht.

Technische Normen und Zertifizierung

In die EU eingeführte PE-Rohre müssen die einschlägigen europäischen Normen erfüllen: EN 12201 für Trinkwasser, EN 1555 für Gas, EN 13476 für drucklose Kanalisation. PE-Rohre für Trinkwasser müssen die Richtlinie (EU) 2020/2184 und nationale Trinkwasserkontaktmaterialzulassungen (KTW, ACS, WRAS) erfüllen. Gasrohre unterliegen der Bauproduktenverordnung (EU) Nr. 305/2011 und erfordern eine CE-Kennzeichnung. Die Einfuhr von PE-Rohren unterliegt der REACH-Verordnung bezüglich Monomeren und Additiven. PE-Rohre für den Lebensmittelkontakt müssen die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 erfüllen.

Internationaler Handel und Zollpraxis

In der Zollanmeldung für PE-Rohre unter KN 391721 sollten der PE-Typ (PE80, PE100, PE-HD, PE-LD), der Durchmesser, die Wandstärke, die Druckklasse und der Verwendungszweck angegeben werden. Wichtige Exporteure von PE-Rohren in die EU sind die Türkei, China, Indien und EFTA-Länder. PE-Rohre können je nach Ursprungsland Antidumpingzöllen unterliegen. Eine Überprüfung der Sätze in TARIC ist unerlässlich. Präferenzzollsätze können im Rahmen von Freihandelsabkommen verfügbar sein. Der Transport von PE-Rohren unterliegt nicht den ADR-Vorschriften. Rohre großer Durchmesser erfordern aufgrund ihrer Abmessungen einen Spezialtransport.

Eigenschaften von Rohre aus Polyethylen und Handelsanwendungen

Produkte unter KN-Code 3917 21 als Bauprodukte unterliegen der Bauproduktenverordnung BauPVO (EU) 305/2011. Die Einfuhr erfordert CE-Kennzeichnung, Leistungserklärung (DoP) und Konformität mit harmonisierten EN-Normen. Bei der Zollabfertigung sind Zertifizierungsdokumente, Montageanleitungen und technische Datenblätter vorzulegen.

Häufig gestellte Fragen

Werden PE100-SDR11-Rohre für die Wasserversorgung unter KN 391721 eingereiht?
Ja. PE100-SDR11-Polyethylenrohre für Wasserversorgungsanwendungen sind starre Rohre aus Polyethylen und werden unter KN 391721 eingereiht. Die Einreihung hängt nicht von der Produktionsnorm oder Druckklasse ab, sondern vom Material (PE) und der Warenform (starres Rohr).
Welche Zertifikate sind für in die EU eingeführte PE-Trinkwasserrohre erforderlich?
PE-Rohre für Trinkwasser müssen die Richtlinie (EU) 2020/2184 erfüllen und können nationale Materialzulassungen erfordern: KTW/W270 in Deutschland, ACS in Frankreich, WRAS im Vereinigten Königreich. Eine CE-Kennzeichnung gemäß der Bauproduktenverordnung und Konformität mit EN 12201 sind erforderlich.
Werden PE-Rohre mit Formstücken unter demselben Code eingereiht?
PE-Rohre mit Formstücken können abweichend eingereiht werden. Ist das Formstück integraler Bestandteil des Rohres (z.B. Rohr mit Muffenende), ist die Einreihung unter KN 391721 gerechtfertigt. Separate Rohrformstücke werden unter KN 391740 eingereiht. Rohr-plus-Formstück-Sets können eine Einzelfallanalyse erfordern.
Benötigen Produkte KN 3917 21 eine CE-Kennzeichnung?
Ja, Produkte KN 3917 21 als Bauprodukte erfordern CE-Kennzeichnung nach BauPVO (EU) 305/2011. Leistungserklärung (DoP) und Konformität mit der harmonisierten EN-Norm sind vorgeschrieben.