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Handelspräferenzen

Der Rechner ist für die Einfuhr in die EU konfiguriert. Zollsätze sind EU-weit einheitlich; die EUSt. richtet sich nach dem Abfertigungsland (19% in Deutschland, 23% in Polen).

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So funktioniert es

So funktioniert der Zollpräferenzen-Rechner

1

Ursprungsland wählen

Wählen Sie das Herkunftsland der Ware. Der Rechner prüft, ob ein Freihandelsabkommen oder Präferenzregelung mit der EU besteht.

2

Warennummer eingeben

Geben Sie den TARIC-Code ein. Anhand der Warennummer werden die anwendbaren Präferenzzollsätze ermittelt.

3

Präferenznachweise prüfen

Der Rechner zeigt, welche Ursprungsnachweise (EUR.1, EUR-MED, Erklärung auf der Rechnung, REX) für den Präferenzzollsatz erforderlich sind.

4

Einsparung berechnen

Sie sehen den Vergleich zwischen Regel- und Präferenzzollsatz und die konkrete Einsparung in Euro.

Anwendung

Wann sollten Sie diesen Rechner verwenden?

  • Zur Prüfung, ob für Ihre Ware ein Präferenzzollsatz verfügbar ist
  • Zur Ermittlung der Zollersparnis durch EU-Freihandelsabkommen
  • Zur Information über die erforderlichen Präferenznachweise
  • Zum Vergleich der Zollkosten bei Bezug aus verschiedenen Ursprungsländern
  • Zur Prüfung der Präferenzberechtigung im Rahmen des APS (Allgemeines Präferenzsystem)

Gute Praxis

Expertentipps

Ursprungsregeln genau prüfen

Ein Präferenzzollsatz setzt voraus, dass die Ware die Ursprungsregeln des jeweiligen Abkommens erfüllt. Achten Sie auf Regeln zu ausreichender Be- oder Verarbeitung, Listenregeln und Wertschöpfungsanteilen.

REX-System bei APS-Importen

Für Importe aus APS-begünstigten Entwicklungsländern müssen Exporteure im REX-System (Registered Exporter System) registriert sein. Prüfen Sie die REX-Nummer Ihres Lieferanten in der EU-Datenbank.

Kumulierung nutzen

Viele Abkommen erlauben die Kumulierung von Ursprungsmaterialien aus Partnerländern. So kann eine Ware, die in einem Land nicht ausreichend bearbeitet wurde, durch Material aus anderen Präferenzländern den Ursprung erlangen.

Beispiel

Berechnungsbeispiel

Import von Textilwaren aus der Türkei (EU-Zollunion) vs. Standardzollsatz:

Warenwert (CIF)20.000,00 EUR
Regelzollsatz12,0%
Zoll ohne Präferenz2.400,00 EUR
Präferenzzollsatz (Türkei)0,0%
Zoll mit Präferenz0,00 EUR
Einsparung durch Präferenz2.400,00 EUR

Rechtsgrundlage

Rechtsgrundlagen

EU-Freihandelsabkommen (FTAs)

Die EU unterhält über 40 Freihandelsabkommen weltweit (u.a. mit Kanada/CETA, Japan/JEFTA, Südkorea, Vereinigtes Königreich/TCA). Jedes Abkommen enthält spezifische Ursprungsregeln und Zollpräferenzen.

Allgemeines Präferenzsystem (APS/GSP)

Verordnung (EU) Nr. 978/2012: Gewährt Entwicklungsländern einseitige Zollpräferenzen. Umfasst APS-Standard, APS+ (erhöhte Präferenz) und EBA (Everything But Arms für die ärmsten Länder).

PEM-Übereinkommen

Pan-Euro-Med-Ursprungskumulierung: Ermöglicht die diagonale Kumulierung von Ursprungsmaterialien zwischen EU, EFTA, Türkei und den Mittelmeer-Partnerländern.

UZK-Delegierte Verordnung (EU) 2015/2446

Enthält detaillierte Bestimmungen zu Ursprungsnachweisen (EUR.1, EUR-MED, Ursprungserklärung), zum REX-System und zur Überprüfung des Präferenzursprungs.

Häufige Fragen

Was Importeure am häufigsten fragen

Häufig gestellte Fragen

Hinweis: Dies ist eine Orientierung, keine Rechts- oder Steuerberatung. Die endgültige Abgabenhöhe bestimmt die Zollbehörde auf Basis der Zollanmeldung. Sätze und Auslegungen ändern sich — bei konkreten Fällen lieber einen Zollagenten oder Steuerberater fragen.

Stand: März 2026

Handelspräferenzen - Online-Rechner