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Einreihung von Dampfturbinen bis 40 MW (8406 82)

Die Unterposition 8406 82 der Kombinierten Nomenklatur umfasst Dampfturbinen, die nicht zum Schiffsantrieb bestimmt sind, mit einer Leistung von höchstens 40 MW. Es handelt sich um stationäre Turbinen in mittelgroßen Industrieanlagen, städtischen KWK-Anlagen, Chemieanlagen, Raffinerien, Zuckerfabriken und Papierfabriken. Turbinen dieser Größe treiben Generatoren, Pumpen, Kompressoren und Gebläse in KWK-Systemen an. Typische Anwendungen umfassen Gegendruckturbinen, Entnahmeturbinen und Kondensationsturbinen in kleinen Kraftwerken. Die 40-MW-Schwelle bezieht sich auf die Nennwellenleistung. Turbinen über 40 MW werden in 8406 81, Schiffsturbinen in 8406 10 eingereiht.

Regulatorische und Einfuhranforderungen für Turbinen bis 40 MW

Dampfturbinen der Unterposition 8406 82 unterliegen der PED 2014/68/EU für Druckkomponenten. Die Maschinenverordnung (EU) 2023/1230 gilt für mechanische Elemente und das Steuerungssystem. Normen IEC 60045 und EN 60034 legen technische Anforderungen fest. Die EMC-Richtlinie 2014/30/EU gilt für elektronische Steuerungssysteme. Die Einfuhr erfordert eine EORI-Nummer, Zollanmeldung mit Code 8406 82, Konformitätserklärung, technische Unterlagen und Herstellerzertifikate. Turbinen unter 40 MW werden oft als komplette Paketeinheiten mit Generator, Getriebe und Steuerung geliefert.

Zollsätze und Handel mit Turbinen bis 40 MW (8406 82)

Die MFN-Zollsätze für Dampfturbinen der Unterposition 8406 82 sind in TARIC zu prüfen. Der Markt kleinerer Dampfturbinen ist wettbewerbsintensiver als der Markt für Großturbinen. Hersteller umfassen Siemens Energy, MAN, Shin Nippon, Triveni Turbines (Indien) und Tuthill (USA). Gegendruckturbinen für industrielle KWK erfahren steigende Nachfrage. Erzeugnisse des Kapitels 84 unterliegen nicht dem CBAM. Bei der Einfuhr wird die nationale Mehrwertsteuer erhoben. Aktuelle Sätze in TARIC prüfen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Anwendungen haben Dampfturbinen bis 40 MW?
Dampfturbinen bis 40 MW werden in städtischen und industriellen KWK-Anlagen, Raffinerien, Chemieanlagen, Zuckerfabriken, Papierfabriken und Lebensmittelbetrieben eingesetzt. Typische Anwendungen sind der Antrieb von Generatoren in KWK-Systemen, der Antrieb industrieller Pumpen und Kompressoren sowie die Lieferung von Prozessdampf mit reduziertem Druck (Gegendruckturbinen).
Was ist der Unterschied zwischen einer Gegendruck- und einer Kondensationsturbine?
Eine Gegendruckturbine gibt den Dampf nach der Expansion bei einem Druck über Atmosphärendruck an einen industriellen Prozess oder ein Heizsystem ab und kombiniert Stromerzeugung mit Prozessdampflieferung. Eine Kondensationsturbine gibt den Dampf an einen Kondensator bei Unterdruck ab und maximiert die Stromerzeugung. Die Wahl hängt vom Prozessdampfbedarf der Anlage ab. Beide qualifizieren sich für 8406 82 bei einer Leistung bis 40 MW.
Wird eine Dampfturbine mit Generator als Ganzes in 8406 82 eingereiht?
Ein Turbogeneratorensatz wird nach seiner wesentlichen Funktion eingereiht. Wenn die Dampfturbine das den wesentlichen Charakter gebende Element darstellt, wird der gesamte Satz in die Unterposition 8406 82 eingereiht. Gemäß Anmerkung 4 zu Abschnitt XVI werden zusammengesetzte Maschinen nach ihrer Hauptfunktion eingereiht. Ein eigenständiger Generator wird in Position 8501 eingereiht. Bei Zweifeln wird eine vZTA empfohlen.