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82077000
WERKZEUGE, SCHNEIDWAREN UND ESSBESTECK, AUS UNEDLEN METALLEN; TEILE DAVON, AUS UNEDLEN METALLENInterchangeable tools fuer hand tools, auch power-operated, oder fuer machine tools (z. B., fuer pressing, stamping, punching, tapping, threading, drilling, boring, broaching, milling, turning oder screw driving), einschl. dies fuer drawing oder extruding metal, und rock-drilling oder earth-boring tools

Interchangeable tools fuer hand tools, auch power-operated, oder fuer machine tools (z. B., fuer pressing, stamping, punching, tapping, threading, drilling, boring, broaching, milling, turning oder screw driving), einschl. dies fuer drawing oder extruding metal, und rock-drilling oder earth-boring tools, tools fuer milling

Untercodes (4)

Definition und Umfang der Unterposition 8207 70

Die Unterposition 8207 70 der Kombinierten Nomenklatur umfasst auswechselbare Fräswerkzeuge für den Einsatz in CNC-Bearbeitungszentren und konventionellen Fräsmaschinen. Zu dieser Kategorie gehören Walzenfräser, Planfräser, Schaftfräser (Vollhartmetall oder mit Wendeplatten), Schruppfräser, Scheibenfräser, T-Nutenfräser, Gewindefräser, Formfräser sowie Fräsköpfe mit auswechselbaren Wendeschneidplatten. Das entscheidende Merkmal der in der Unterposition 8207 70 klassifizierten Waren ist deren Auswechselbarkeit - diese Werkzeuge sind so konzipiert, dass sie in Werkzeugmaschinenaufnahmen eingespannt und nach Verschleiß ausgetauscht werden können, ohne das gesamte Spannsystem zu ersetzen. Das Schneidmaterial der Fräser kann aus Hartmetall (Sinterkarbid), Schnellarbeitsstahl (HSS), polykristallinem Diamant (PKD) oder technischer Keramik bestehen, sofern der Schneidteil zusammen mit dem Schaft klassifiziert wird. Fräsen ist ein grundlegender Zerspanungsprozess, der in der Automobil-, Luft- und Raumfahrt-, Werkzeugbau- und allgemeinen Maschinenbauindustrie weit verbreitet ist. Die Klassifizierung richtet sich nach den Allgemeinen Vorschriften zur Auslegung der Kombinierten Nomenklatur, insbesondere den Vorschriften 1 und 6, unter Berücksichtigung der Anmerkungen zu Abschnitt XVI und Kapitel 82. Bei Kombinationswerkzeugen oder Mehrzweckfräsern kann eine detaillierte Klassifizierungsanalyse erforderlich sein; bei Zweifeln wird eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) der zuständigen Zollbehörde empfohlen.

Importanforderungen für die Unterposition 8207 70

Die Einfuhr von Fräswerkzeugen der Unterposition 8207 70 in die Europäische Union erfordert die Einhaltung des Unionszollkodex (Verordnung (EU) Nr. 952/2013). Der Einführer muss über eine gültige EORI-Nummer verfügen und eine elektronische Zollanmeldung mit dem korrekten KN-Code einreichen. Zu den erforderlichen Unterlagen gehören eine Handelsrechnung mit Beschreibung der Waren (Fräsertyp, Werkstoffsorte, Abmessungen, Anzahl der Schneiden), deren Wert und Ursprungsland, ein Beförderungsdokument (CMR, Konnossement oder Luftfrachtbrief), eine Packliste sowie eine technische Spezifikation. Fräswerkzeuge können Dual-Use-Kontrollen unterliegen, wenn sie für die Bearbeitung von Materialien bestimmt sind, die in Verteidigungs- oder Nuklearprogrammen eingesetzt werden - in diesen Fällen kann eine Ausfuhrgenehmigung des Versandlandes oder eine EU-Einfuhrgenehmigung gemäß Verordnung (EU) 2021/821 erforderlich sein. Fräswerkzeuge unterliegen grundsätzlich keiner CE-Kennzeichnungspflicht, müssen jedoch den allgemeinen Produktsicherheitsanforderungen entsprechen, wenn sie Endverbrauchern auf dem EU-Markt angeboten werden. Für Präferenzzollsätze ist ein gültiger Ursprungsnachweis (EUR.1, Ursprungserklärung auf der Rechnung oder REX-Erklärung) erforderlich. Aktuelle Anforderungen und Handelsmaßnahmen sind stets vor der Einfuhr in der TARIC-Datenbank der Europäischen Kommission zu überprüfen.

Zollsätze und Handelsmaßnahmen für die Unterposition 8207 70

Die MFN-Zollsätze für Waren der Unterposition 8207 70 sind in der aktuellen TARIC-Datenbank der Europäischen Kommission zu überprüfen, da sie periodischen Änderungen unterliegen. Präferenzzollsätze können im Rahmen von Freihandelsabkommen der EU mit Japan (EPA), Südkorea, Kanada (CETA), dem Vereinigten Königreich (TCA), Singapur (EUSFTA) und anderen Ländern sowie im Rahmen des Allgemeinen Präferenzsystems (APS) für Entwicklungsländer verfügbar sein. Voraussetzung für die Anwendung eines Präferenzzollsatzes ist die Einhaltung der Ursprungsregeln des betreffenden Abkommens sowie das Vorliegen eines gültigen Ursprungsnachweises. Der europäische Zerspanungswerkzeugmarkt beobachtet Einfuhren aus China und Taiwan besonders aufmerksam - Einführer sollten in TARIC prüfen, ob Antidumping- oder Ausgleichsmaßnahmen für den spezifischen KN-Code und das Ursprungsland gelten. Einfuhren aus Russland und Weißrussland können aufgrund von EU-Sanktionspaketen Beschränkungen unterliegen, insbesondere bei Werkzeugen aus Wolframkarbid. Bei der Einfuhr wird zusätzlich zur Zollabgabe die Mehrwertsteuer nach dem im Einfuhrmitgliedstaat geltenden nationalen Steuersatz erhoben. Alle geltenden Zollsätze und Handelsmaßnahmen sind vor Vertragsabschluss unmittelbar in TARIC zu überprüfen.

Technische Anforderungen an Fräswerkzeuge - ISO und Cermet

Der KN-Code 8207 70 umfasst Fräswerkzeuge für CNC- und konventionelle Werkzeugmaschinen. Diese auswechselbaren Werkzeuge können aus Cermet, Sinterhartmetall oder Schnellarbeitsstahl bestehen. Die Einfuhr unterliegt den TARIC-Standardzollsätzen, und die Werkzeuge müssen ISO-Normen für Maße, Toleranzen und Haltbarkeit erfüllen.

Häufig gestellte Fragen

Welche Fräswerkzeuge werden in der Unterposition 8207 70 KN klassifiziert?
Unterposition 8207 70 umfasst auswechselbare Fräswerkzeuge für Werkzeugmaschinen: Walzenfräser, Planfräser, Schaftfräser (Vollhartmetall oder HSS), Schruppfräser, Scheibenfräser, T-Nutenfräser, Gewindefräser, Formfräser und Fräsköpfe mit auswechselbaren Wendeschneidplatten für CNC-Bearbeitungszentren und konventionelle Fräsmaschinen. Das Werkzeug muss auswechselbar und für den Einsatz in einer standardmäßigen Werkzeugmaschinenaufnahme ausgelegt sein. Das Schneidteil kann aus Hartmetall, HSS, PKD oder technischer Keramik bestehen. Bei Kombinations- oder Mehrzweckwerkzeugen kann eine detaillierte AV-Analyse oder eine verbindliche Zolltarifauskunft (vZTA) der zuständigen Zollbehörde erforderlich sein, um die korrekte zolltarifliche Einreihung vor der Einfuhr sicherzustellen.
Unterliegen Fräswerkzeuge aus China EU-Antidumpingzöllen?
Einfuhren bestimmter Zerspanungswerkzeuge chinesischen Ursprungs können EU-Antidumping- oder Ausgleichsmaßnahmen unterliegen, die zusätzlich zum regulären MFN-Zollsatz erhoben werden und die Gesamtimportkosten erheblich erhöhen können. Einführer sollten daher in der TARIC-Datenbank der Europäischen Kommission prüfen, ob für die spezifische Unterposition 8207 70 und das betreffende Ursprungsland solche zusätzlichen Zollbelastungen gelten. Maßnahmen können bestimmte Werkzeugtypen oder Werkstoffsorten wie Hartmetall-Schaftfräser betreffen. Im Zweifelsfall empfiehlt sich vor der Einfuhr die Einholung einer verbindlichen Zolltarifauskunft oder die Konsultation eines zugelassenen Zollagenten, um unerwartete Kostensteigerungen und Grenzverzögerungen zu vermeiden.
Welche Dokumente sind für die Einfuhr von Fräswerkzeugen der Unterposition 8207 70 erforderlich?
Für die Einfuhr von Fräswerkzeugen der Unterposition 8207 70 werden benötigt: Handelsrechnung mit technischer Beschreibung (Fräsertyp, Werkstoffsorte, Abmessungen, Schneidenzahl), Beförderungsdokument (CMR oder Konnossement), Packliste, technische Spezifikation und die gültige EORI-Nummer des Einführers. Für die Anwendung von Präferenzzollsätzen ist ein gültiger Ursprungsnachweis (EUR.1-Bescheinigung, Ursprungserklärung auf der Rechnung oder REX-Erklärung) gemäß den Ursprungsregeln des jeweiligen Freihandelsabkommens erforderlich. Werkzeuge für Dual-Use-Anwendungen können gemäß Verordnung (EU) 2021/821 eine Ausfuhr- oder Einfuhrgenehmigung sowie ein Endverbleibszeugnis erfordern. Aktuelle Anforderungen sind stets vor der Einfuhr in der TARIC-Datenbank der Europäischen Kommission zu überprüfen.
Unterliegen Fräswerkzeuge KN 8207 70 Antidumping-Zöllen?
Antidumping-Maßnahmen bei auswechselbaren Werkzeugen hängen vom Ursprungsland ab. Werkzeuge aus China können zusätzlichen Antidumping-Zöllen unterliegen. Die aktuellen Sätze sind im TARIC zu prüfen.