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KLEIDUNG UND BEKLEIDUNGSZUBEHÖR, AUSGENOMMEN AUS GEWIRKEN ODER GESTRICKENKostüme, Kombinationen, Jacken, Blazer, Kleider, Röcke, Hosenröcke, lange Hosen (einschließlich Kniebundhosen und ähnliche Hosen), Latzhosen und kurze Hosen (andere als Badebekleidung), für Frauen oder Mädchen

Kostüme, Kombinationen, Jacken, Blazer, Kleider, Röcke, Hosenröcke, lange Hosen (einschließlich Kniebundhosen und ähnliche Hosen), Latzhosen und kurze Hosen (andere als Badebekleidung), für Frauen oder Mädchen, Kleider, aus Baumwolle

Umfang des KN-Codes 620442

Der KN-Code 620442 umfasst Kleider für Damen und Mädchen aus Baumwolle, ausgenommen gewirkte oder gestrickte Erzeugnisse. Baumwollkleider gehören zu den beliebtesten Artikeln im Damenoberbekleidungshandel. Die Position umfasst Alltags-, formelle, Hemdblusen-, Sommer- und andere Kleidervarianten aus gewebter Baumwolle. Die Einreihung erfordert, dass Baumwolle gewichtsmäßig vorherrscht. Kleider aus Baumwolle-Elasthan-Mischungen werden unter diesem Code eingereiht. Das Erzeugnis muss gewebt sein - Baumwollkleider aus Maschenware werden unter Kapitel 61 eingereiht.

Vorschriften und Sicherheit

Baumwollkleider unterliegen den Kennzeichnungsanforderungen der Verordnung (EU) Nr. 1007/2011. REACH-Anforderungen gelten für Reaktivfarbstoffe, Formaldehyd und Nickel. Druckverfahren auf Baumwolle können REACH-kontrollierte Pigmente verwenden. Die GPSR verlangt Rückverfolgbarkeit und Risikobewertung. Mädchenkleider unterliegen verschärften mechanischen Sicherheitsanforderungen für Kordeln, Bänder und Dekorationselemente.

Einfuhr und Handel

In die EU eingeführte Baumwollkleider stammen hauptsächlich aus Bangladesch, China, Indien, Vietnam und der Türkei. Bangladesch profitiert von EBA-Präferenzen. Ursprungsregeln erfordern eine doppelte Umwandlung. Die Zolldokumentation muss das Erzeugnis als Kleid mit Faserzusammensetzung beschreiben. Die Zollbehörden können den Fasergehalt überprüfen.

Faserzusammensetzung bei Einreihung von Baumwollkleidern

Für die Einreihung von Baumwollkleidern unter KN 6204 42 ist der Gewichtsanteil der Baumwollfasern entscheidend. Nach der Kombinierten Nomenklatur muss Baumwolle mindestens 50% des Gesamtfasergewichts ausmachen. Geringe Elastanzusätze bis 5% ändern die Einreihung nicht. Kleider aus Baumwoll-Polyester-Mischungen, bei denen Polyester gewichtsmäßig überwiegt, werden unter KN 6204 43 eingereiht. Importeure sollten Laborprüfzertifikate oder Herstellererklärungen zur Faserzusammensetzung bei der ATLAS-Zollanmeldung vorlegen.

Häufig gestellte Fragen

Wird ein Denimkleid unter Code 620442 eingereiht?
Ja. Denim ist ein Baumwollgewebe in Köperbindung. Ein Baumwoll-Denimkleid wird unter 620442 eingereiht, sofern Baumwolle die gewichtsmäßig vorherrschende Faser ist und das Erzeugnis gewebt ist.
Wird ein Baumwolle-Polyester-Mischkleid unter 620442 eingereiht?
Ja, sofern Baumwolle gewichtsmäßig vorherrscht. Bei Polyester-Dominanz ist der korrekte Code 620443. Das Etikett muss den prozentualen Anteil jeder Faser mit einer Toleranz von bis zu 3 Prozent angeben.
Wie wird ein Baumwollkleid mit Elasthan eingereiht?
Ein Kleid aus Baumwolle-Elasthan-Mischung, bei der Baumwolle vorherrscht (z. B. 96 Prozent Baumwolle, 4 Prozent Elasthan), wird unter 620442 eingereiht. Der Elasthanzusatz ändert die Einreihung nicht. Das Etikett muss den Anteil beider Fasern angeben.
Wie hoch ist der EU-Zollsatz für Baumwollkleider KN 6204 42?
Der Regelzollsatz für Baumwollkleider der KN 6204 42 beträgt 12%. Präferenzielle Sätze bis 0% gelten bei Handelsabkommen wie APS. Die EUSt (19%) wird auf den Zollwert zuzüglich Zoll berechnet.