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KLEIDUNG UND BEKLEIDUNGSZUBEHÖR, AUSGENOMMEN AUS GEWIRKEN ODER GESTRICKENKostüme, Kombinationen, Jacken, Blazer, Kleider, Röcke, Hosenröcke, lange Hosen (einschließlich Kniebundhosen und ähnliche Hosen), Latzhosen und kurze Hosen (andere als Badebekleidung), für Frauen oder Mädchen

Kostüme, Kombinationen, Jacken, Blazer, Kleider, Röcke, Hosenröcke, lange Hosen (einschließlich Kniebundhosen und ähnliche Hosen), Latzhosen und kurze Hosen (andere als Badebekleidung), für Frauen oder Mädchen, Kostüme, aus Baumwolle

Einreihung und Umfang des KN-Codes 620412

Der KN-Code 620412 umfasst Kostüme für Damen und Mädchen aus Baumwolle, ausgenommen gewirkte oder gestrickte Erzeugnisse. Ein Baumwollkostüm ist ein Ensemble aus mindestens zwei Teilen - Jacke und Rock oder Jacke und Hose - aus demselben Baumwollgewebe, zusammen als Handelseinheit verkauft. Die Einreihung erfordert, dass Baumwolle die gewichtsmäßig vorherrschende Faser darstellt und die Teile identische Zusammensetzung, Bindung, Farbe und Ausrüstung aufweisen. Baumwollkostüme für Damen sind in der Sommer- und Casualbekleidung beliebt. Die Position umfasst sowohl formelle Geschäftskostüme aus dicht gewebter Baumwolle als auch leichtere Sets.

Regulatorische Anforderungen und Kennzeichnung

In die EU eingeführte Baumwollkostüme unterliegen den Kennzeichnungsanforderungen der Verordnung (EU) Nr. 1007/2011. Jeder Kostümbestandteil sollte ein Zusammensetzungsetikett tragen. Enthält das Gewebe Elasthan, muss das Etikett den Anteil beider Fasern angeben. REACH-Anforderungen gelten für Reaktivfarbstoffe, Formaldehyd-Grenzwerte und Nickel in Metallteilen. Wasch- und Bleichprozesse können Restchemikalien hinterlassen. Die GPSR verlangt Rückverfolgbarkeit und Risikobewertung. Mädchenkostüme unterliegen verschärften mechanischen Sicherheitsanforderungen.

Einfuhr und Handel

Damen-Baumwollkostüme werden in die EU hauptsächlich aus China, Bangladesch, Indien und der Türkei eingeführt. Bangladesch profitiert von EBA-Präferenzen für zollfreie Einfuhr. Die Türkei nimmt an der Zollunion teil. Ursprungsregeln erfordern eine doppelte Umwandlung. Die Zolldokumentation muss die Ware eindeutig als Kostüm beschreiben - ein Ensemble aus identischem Gewebe, gemeinsam verpackt. Die Einfuhr separater Teile führt zur individuellen Einreihung. Die Zollbehörden überprüfen die Gewebeeinheitlichkeit und können den Kostümstatus anfechten. Eine vZTA wird bei regelmäßigen Einfuhren empfohlen.

Ursprungskennzeichnung für Damenbekleidung KN 6204 12

Damenbekleidung unter KN-Code 6204 12, die in die EU eingeführt wird, sollte eine korrekte Ursprungslandkennzeichnung tragen. Obwohl die EU keine Herkunftskennzeichnung auf Gemeinschaftsebene vorschreibt, verbieten Verbraucherschutzgesetze der Mitgliedstaaten die Irreführung über den Produktursprung. Bei Import aus Asien über Drittländer ändert die Umladung nicht den Ursprung - die letzte wesentliche Be- oder Verarbeitung bestimmt das Ursprungsland.

Häufig gestellte Fragen

Wird ein Baumwolle-Polyester-Mischkostüm unter 620412 eingereiht?
Ja, sofern Baumwolle die gewichtsmäßig vorherrschende Faser darstellt. Wenn Polyester überwiegt, ist der korrekte Code 620413 (Kostüme aus synthetischen Fasern). Beide Kostümteile müssen aus demselben Mischgewebe bestehen.
Wie wird ein Baumwoll-Jacke-Hose-Set eingereiht?
Ein Set aus Jacke und Hose aus demselben Baumwollgewebe, zusammen verkauft, wird als Kostüm unter 620412 eingereiht. Die Definition des Damenkostüms umfasst sowohl Jacke-Rock- als auch Jacke-Hose-Kombinationen.
Wird ein Baumwollkostüm mit Elasthan unter 620412 eingereiht?
Ja, wenn Baumwolle die gewichtsmäßig vorherrschende Faser ist. Ein Elasthananteil (2-5 Prozent) ändert die Einreihung nicht. Das Etikett muss den prozentualen Anteil jeder Faser angeben. Beide Kostümteile müssen die identische Mischung in denselben Proportionen enthalten.
Welche Kennzeichnungsregeln gelten für Damenbekleidung KN 6204 12?
Damenbekleidung KN 6204 12 muss Faserzusammensetzungsetiketten in der Landessprache (EU 1007/2011), Pflegehinweise gemäß ISO 3758 und korrekte Ursprungskennzeichnung tragen. Die letzte wesentliche Verarbeitung bestimmt den Ursprung.