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KUNSTSTOFFE UND WAREN DARAUSWaren for the conveyance oder packing aus goods, aus plastics; stoppers, lids, caps und andere closures, aus plastics

Waren for the conveyance oder packing aus goods, aus plastics; stoppers, lids, caps und andere closures, aus plastics, sacks und bags (einschließlich cones), aus andere plastics

Beschreibung von Beuteln aus anderen Kunststoffen

Der KN-Code 3923 29 umfasst Säcke, Beutel und Tüten aus anderen Kunststoffen als Polyethylen zur Beförderung oder Verpackung von Waren. Verwendete Materialien sind unter anderem Polypropylen (PP) - sowohl als Folie als auch als gewebtes PP, Polyester, Polyamid, PLA und biologisch abbaubare Kunststoffe. Gewebte PP-Säcke (Big Bags oder FIBC) stellen ein bedeutendes Segment dar. Non-Woven-PP-Taschen dienen als Mehrweg-Einkaufstaschen. PLA-Beutel gewinnen als biologisch abbaubare Alternative an Popularität. Die Materialvielfalt macht eine präzise Polymeridentifizierung für die Einreihung unerlässlich.

Vorschriften und Einfuhranforderungen

Die Einfuhr von Kunststoffbeuteln in die EU unterliegt der REACH-Verordnung (EG 1907/2006). PP-Beutel im Lebensmittelkontakt müssen die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 einhalten. FIBC für den Gefahrguttransport müssen UN/ADR-zertifiziert sein. Als kompostierbar beworbene biologisch abbaubare Beutel müssen EN 13432 erfüllen. Die SUP-Richtlinie regelt Kunststoff-Tragetaschen. Die Verpackungsrichtlinie und EPR gelten. PLA-Beutel-Importeure sollten unbegründete Umweltaussagen vermeiden.

Handel und zolltarifliche Einreihung

Kunststoffbeutel (nicht PE) unter KN-Code 3923 29 stellen ein vielfältiges Segment dar. Gewebte PP-FIBC zählen zu den volumenreichsten Importen aus Indien, Vietnam, Bangladesch und China. Non-Woven-PP-Taschen werden aus China importiert. Bei der Einreihung ist zu bestätigen, dass das Material kein Polyethylen ist (dann 3923 21). Mischpolymer-Beutel werden nach dem gewichtsmäßig dominierenden Polymer eingereiht.

Eigenschaften von Beutel aus anderen Kunststoffen und Handelsanwendungen

Kunststoffprodukte unter KN-Code 3923 29 können Vorschriften für Lebensmittelkontaktmaterialien (Verordnung (EG) 1935/2004 und (EU) 10/2011) und der SUP-Richtlinie (EU) 2019/904 zur Einwegkunststoffbeschränkung unterliegen. Die Einfuhr erfordert Konformitätserklärungen für Lebensmittelkontakt, technische Datenblätter und REACH-Registrierung.

Häufig gestellte Fragen

Welche Materialien werden unter Code 3923 29 eingereiht?
Unter KN-Code 3923 29 werden Beutel und Säcke aus anderen Kunststoffen als Polyethylen eingereiht. Dies umfasst PP-Beutel (Folien- und Gewebeform, Big Bags/FIBC), Polyester, Polyamid, PLA, biologisch abbaubare Kunststoffe und Copolymere. Non-Woven-PP-Taschen und gewebte Mehrwegtaschen fallen ebenfalls darunter. Entscheidendes Unterscheidungskriterium zu Code 3923 21 ist, dass das Material kein Polyethylen ist.
Welche Zertifikate werden für Big Bags (FIBC) benötigt?
FIBC für den Schüttguttransport müssen ISO 21898 einhalten. FIBC für den Gefahrguttransport erfordern UN-Zertifizierung und ADR/IMDG-konforme Kennzeichnung einschließlich Festigkeitsprüfungen (Fallprüfung, statische Belastungsprüfung, Stapelprüfung). Zertifikate werden von akkreditierten Prüflaboratorien ausgestellt. FIBC für Lebensmittel müssen zusätzlich die Lebensmittelkontaktvorschriften einhalten.
Können PLA-Beutel PE-Beutel ersetzen?
PLA-Beutel stellen in bestimmten Anwendungen eine vielversprechende Alternative dar, insbesondere Bioabfallbeutel, da PLA industriell kompostierbar ist (EN 13432). PLA ist jedoch kein direkter PE-Ersatz - es hat geringere mechanische Festigkeit, weniger Flexibilität und höhere Kosten. PLA zersetzt sich nur unter industriellen Kompostierungsbedingungen. PLA-Lebensmittelbeutel müssen die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 einhalten.
Unterliegen Produkte KN 3923 29 der EU-Einwegkunststoffrichtlinie?
Einige Produkte KN 3923 29 können der SUP-Richtlinie (EU) 2019/904 unterliegen, die Einwegkunststoffe beschränkt. Importeure müssen prüfen, ob ihre Produkte von den Beschränkungen betroffen sind.