62012000
KLEIDUNG UND BEKLEIDUNGSZUBEHÖR, AUSGENOMMEN AUS GEWIRKEN ODER GESTRICKEN›Mäntel, Umhänge, Anoraks (einschließlich Skijacken), Windjacken und ähnliche Waren, für Männer oder Knaben, andere als solche der Position 6203
Mäntel, Umhänge, Anoraks (einschließlich Skijacken), Windjacken und ähnliche Waren, für Männer oder Knaben, andere als solche der Position 6203, aus Wolle oder feinen Tierhaaren
Zolltarifliche Einreihung und Umfang des KN-Codes 620120
Der KN-Code 620120 umfasst Mäntel, Umhänge, Capes und ähnliche Waren für Herren und Knaben aus Baumwolle, ausgenommen gewirkte oder gestrickte Erzeugnisse. Diese Position bezieht sich auf Oberbekleidung im Mantelschnitt, einschließlich Trenchcoats, Parkas und kurzer Regenmäntel aus Baumwollgewebe. Die Einreihung unter diesen Code erfordert, dass das Erzeugnis aus gewebtem Baumwollstoff genäht oder anderweitig konfektioniert ist (nicht aus Maschenware), und die Faserzusammensetzung muss der Definition von Baumwolle gemäß Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 über Textilfaserbezeichnungen entsprechen. Das Material der äußeren Schicht des Mantels ist für die korrekte Einreihung maßgeblich. Wenn ein Kleidungsstück verschiedene Faserarten kombiniert, richtet sich die Einreihung nach der gewichtsmäßig vorherrschenden Faser der Außenschicht.
Regulatorische Anforderungen bei der Einfuhr in die EU
Die Einfuhr von Herrenmänteln aus Baumwolle unterliegt den Anforderungen der Textilverordnung (EU) Nr. 1007/2011, die eine Kennzeichnung der Faserzusammensetzung in der Amtssprache des Mitgliedstaats vorschreibt, in dem das Produkt in Verkehr gebracht wird. Das Etikett muss den prozentualen Anteil der einzelnen Fasern mit einer Toleranz von bis zu 3 Prozent angeben. Bekleidungsimporte unterliegen zudem den REACH-Anforderungen für beschränkte Stoffe - insbesondere das Verbot von Azofarbstoffen, die aromatische Amine freisetzen (Anhang XVII Nr. 43), Formaldehyd-Grenzwerte und Nickelfreisetzungsbeschränkungen für Metallteile wie Reißverschlüsse und Knöpfe. Seit 2024 gilt die GPSR-Verordnung (EU) 2023/988, die eine Risikoanalyse und Rückverfolgbarkeit des Produkts in der Lieferkette verlangt. Einfuhren aus bestimmten asiatischen Ländern können Antidumpingzöllen unterliegen.
Ursprungskennzeichnung und Zollpräferenzen
Bei der Einfuhr von Baumwollmänteln aus Drittstaaten ist die Ursprungsregel von entscheidender Bedeutung. Für Bekleidungserzeugnisse des Kapitels 62 gilt die Regel der doppelten Umwandlung - die Erlangung des Präferenzursprungs erfordert mindestens zwei Verarbeitungsstufen im Begünstigtenland, beginnend mit dem Garn. Das bloße Nähen aus importiertem Gewebe reicht für die Erlangung des Ursprungsstatus im Rahmen der meisten EU-Freihandelsabkommen nicht aus. Ausführer aus APS-Ländern können ermäßigte Zollsätze nutzen, sofern der Zollanmeldung eine Ursprungserklärung beigefügt wird oder der Ausführer im REX-System registriert ist. Bei der Ausfuhr aus der EU sollte geprüft werden, ob das Bestimmungsland Einfuhrbeschränkungen oder Kontingente für Baumwollbekleidung anwendet. Eine ordnungsgemäße Ursprungsdokumentation, wie die Warenverkehrsbescheinigung EUR.1, ist für die Inanspruchnahme des Präferenzzollsatzes unerlässlich.
Gewebte Mäntel - Einfuhranforderungen KN 6201 20
Gewebte Mäntel unter KN-Code 6201 20 in Kapitel 62 umfassen Kleidungsstücke aus gewebten Stoffen, im Unterschied zu Strickwaren aus Kapitel 61. Importeure müssen das vorherrschende Material korrekt angeben - Baumwolle, synthetische oder künstliche Fasern bestimmen die Unterposition und den Zollsatz. Bei gefütterten Mänteln dient der Oberstoff als Einreihungskriterium. Mischgewebe werden nach der Faser mit dem größten Gewichtsanteil eingereiht.
Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet man die Einreihung eines Mantels unter 620120 von 610220?
Entscheidend ist, ob das Erzeugnis aus Gewebe oder aus Maschenware gefertigt ist. Code 620120 betrifft Mäntel aus gewebter Baumwolle (nicht gestrickt), während Code 610220 vergleichbare Erzeugnisse aus Baumwoll-Maschenware erfasst. Zur Einreihung ist die Stoffstruktur zu prüfen - Gewebe hat sich kreuzende Kett- und Schussfäden, während Maschenware aus ineinandergreifenden Schlaufen besteht.
Wird ein Mantel mit Polyesterfutter unter Code 620120 eingereiht?
Ja, sofern die Außenschicht aus Baumwolle besteht. Die Einreihung basiert auf dem Material der äußeren Schicht, nicht des Futters. Ein Futter aus Polyester oder einer anderen Faser ändert die Einreihung nicht, vorausgesetzt Baumwolle ist die gewichtsmäßig vorherrschende Faser der Außenschicht.
Welche Kennzeichnung muss ein in die EU importierter Baumwollmantel tragen?
Das Etikett muss die vollständige Faserzusammensetzung in der Amtssprache des Bestimmungsmitgliedstaats gemäß Verordnung (EU) Nr. 1007/2011 enthalten, mit Angabe des prozentualen Anteils jeder Faser. Angaben zum Hersteller oder Importeur, Ursprungsland und Pflegehinweise sind ebenfalls erforderlich. Seit 2024 verlangt die GPSR die Rückverfolgbarkeit des Produkts in der Lieferkette.
Wie hoch ist der Zollsatz für gewebte Mäntel KN 6201 20?
Der MFN-Zollsatz für gewebte Mäntel KN 6201 20 beträgt in der Regel 12% des Zollwerts. Präferenzabkommen (EVFTA, CETA, GSP) können den Satz senken. Einfuhren aus LDCs unter EBA sind zollfrei. Die EUSt wird auf Zollwert plus Zoll berechnet.
Nützliche Tools & Ressourcen
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