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39069000
KUNSTSTOFFE UND WAREN DARAUSAcryl polymers in Rohformen

Acryl polymers in Rohformen, andere

Einreihungsumfang und typische Produkte

Der KN-Code 390690 umfasst Acrylpolymere in Primärformen außer Polymethylmethacrylat (PMMA). Diese Restposition umfasst Polyacrylate (z.B. Polybutylacrylat, Polyethylacrylat, Poly-2-ethylhexylacrylat), Polymethacrylate außer PMMA, Acryl-Copolymere, Polyacrylsäure (PAA), Polyacrylamid (PAM) und Acrylharze als Bindemittel in Farben und Lacken. Acryldispersionen gehören zu den wichtigsten Bindemitteln in modernen Emulsionsfarben. Die Waren liegen als Granulat, Pulver, wässrige Dispersionen, Lösungen oder Emulsionen vor.

Regulatorische Anforderungen

Unter Code 390690 eingeführte Acrylpolymere unterliegen REACH bezüglich Monomere und Zusatzstoffe. Acrylate (Butylacrylat, Ethylacrylat) sind nach CLP als entzündbar und reizend eingestufte Substanzen. Acrylsäure ist ätzend. Polyacrylamid PAM erfordert die Kontrolle des Restgehalts an Acrylamidmonomer, das als krebserzeugend Kategorie 1B und mutagen eingestuft ist. Acryldispersionen können Konservierungsmittel enthalten, die dem Biozidproduktereglement unterliegen. Acrylpolymere für den Lebensmittelkontakt müssen die Verordnung (EU) Nr. 10/2011 erfüllen. Acrylharze in Farben unterliegen der VOC-Richtlinie.

Handel und Zollverfahren

Bei der Einfuhr von Acrylpolymeren unter dem KN-Code 390690 sollten die Zolldokumente Polymeridentifikation (Monomertyp), Handelsform, Molekulargewicht und eventuellen Lösungsmittel- oder Wassergehalt enthalten. Die Zollsätze sind im TARIC-System zu überprüfen. Acryldispersionen stellen ein bedeutendes Segment des Polymerbindemittelmarktes dar, mit Hauptproduzenten wie BASF, Dow, Arkema, Wacker und Celanese. Transport wässriger Dispersionen erfordert Frostschutz. Polymere in organischen Lösungen unterliegen ADR-Klasse 3.

Eigenschaften von Andere Acrylpolymere und Handelsanwendungen

Andere Acrylpolymere unter KN-Code 3906 90 sind Polymere in Grundformen (Granulat, Pulver, Flüssigkeit, Block), die als Rohstoffe für die Kunststoffverarbeitung eingeführt werden. Die Einfuhr erfordert REACH-Registrierung, Sicherheitsdatenblätter und technische Spezifikationen mit Molekulargewicht, Dichte und Schmelzflussindex (MFI). Produkte für Lebensmittelkontakt müssen Verordnung (EU) 10/2011 einhalten.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Polyacrylaten und Polymethacrylaten?
Polyacrylate werden aus Acrylsäuremonomeren (CH2=CHCOOR) gewonnen, Polymethacrylate aus Methacrylsäuremonomeren (CH2=C(CH3)COOR). Polymethacrylate einschließlich PMMA (Code 390610) sind härter und spröder. Polyacrylate (Code 390690) sind flexibler und werden hauptsächlich als Bindemittel in Farben und Klebstoffen eingesetzt.
Erfordern Acryldispersionen für Farben besondere Dokumentation?
Als Farbenbindemittel verwendete Acryldispersionen erfordern ein technisches Datenblatt TDS und können wegen Konservierungsmittelgehalt ein SDS erfordern. Farben mit diesen Dispersionen unterliegen der VOC-Richtlinie (2004/42/EG). Die Dispersion selbst wird unter Code 390690 als Acrylpolymer in Primärform eingereiht.
Erfordert Polyacrylamid PAM besondere Kontrolle?
Ja. Polyacrylamid erfordert strenge Kontrolle des Restgehalts an Acrylamidmonomer, das als krebserzeugend Kategorie 1B und mutagen Kategorie 1B eingestuft ist. PAM zur Trinkwasseraufbereitung unterliegt besonders strengen Restacrylamid-Grenzwerten gemäß Wasserqualitätsrichtlinien. Ein Analysezertifikat ist unerlässlich.
Welche technischen Spezifikationen sind für den Import von KN 3906 90 erforderlich?
Für den Import von KN 3906 90 sind Spezifikationen erforderlich: Molekulargewicht, Dichte, MFI, Comonomerzusammensetzung. SDB und REACH-Registrierung ab 1 Tonne/Jahr sind vorgeschrieben.